Die Strombranche ist im Umbruch

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Nicht alles ist vorhersehbar. Immer wieder müssen Pläne gewollt oder ungewollt angepasst werden. Durch das überraschende Ableben unseres ehemaligen Präsidenten, Arnold Niggli, hat sich der Verwaltungsrat neu konstituiert. Seit der GV 2017 darf ich der Genossenschaft Elektra Thal als Präsident vorstehen. Mit Unterstützung der Kollegin und den Kollegen im Rat, sowie den Mitarbeitenden auf der Verwaltung versuchen wir weiterhin den Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden. Unsere Hauptziele werden nach wie vor sein, selbstständig unser Versorgungsgebiet mit elektrischer Energie zu beliefern sowie Anlagen und Netze auf einem Stand zu halten, dass wir eine hohe Verfügbarkeit erreichen. Nicht alles ist vorhersehbar, daher können auch wir keine hundert prozentige Verfügbarkeit garantieren. Es kann immer wieder durch irgendwelche Störeinflüsse zu Unterbrüche kommen.

Die Strombranche ist im Umbruch. Dies zeigt auch eine Studie von PwC, welche einen radikalen Wandel in diesem Wirtschaftszweig prognostiziert. Die Studie analysiert, welche Markt- und Geschäftsmodellveränderungen Unternehmen der Energiebranche bis zum Jahr 2030 erwarten. Hauptsorgen bei der Befragung von Führungskräften in 52 Ländern sind: Bezahlbarkeit der Energie, Nachhaltigkeit (mit Blick auf den Klimaschutzgipfel Paris) und Sicherheit der Versorgung. Die Furcht um Cyber – Attacken, welche auch Stromausfälle verursachen können, ist zunehmend. Die meisten der befragten Firmen rechnen mit tiefgreifenden Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle bis im Jahr 2030.

Wir befinden uns in einem spannungsgeladenen Umfeld, in jeder Hinsicht!

Jürg Eggenschwiler

Präsident des Verwaltungsrates

 

Quelle: PwC, Prof. Dr. Norbert Schwieters